Außerordentliche Mitgliederversammlung des Ehemalige Biesdorf e.V.
Die Zeit des „e.V.“ scheint vorbei zu sein. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung soll die Auflösung des Vereins bestätigt werden. Marion Müller schreibt dazu Folgendes:
„Liebe Ehemalige, im Rahmen der diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung, die am 09. Juli 2006 in Biesdorf stattgefunden hat, konntedie notwendige Neuwahl des Vorstandes nicht durchgeführt werden, da keine Kandidaten zur Verfügung standen. Die unter Top 5 der Tagesordnung geführte Diskussion über den Fortbestand oder die Auflösung des Vereines, die bereits in der Mitgliederversammlung 2005 ein Schwerpunktthema war, mündete in dem Beschluss, den Kreis der Ehemaligen und Freunde des St.-Josef-Gymnasiums Biesdorf e.V., eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Bitburg unter der Nummer VR 563, aufzulösen.
Aus diesem Grunde lade ich gemäß Artikel 10 der Vereinssatzung zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Sie findet statt
am Samstag, 02. September 2006,
um 17.00 Uhr
in 54646 Halsdorf, Burengracht 9a.
Tagesordnung
- Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins
- Bestellung eines Liquidators
- Verschiedenes
Bitte beachtet, dass eventuelle Anträge zur Versammlung eine Woche vor dem Versammlungstermin schriftlich beim Vorstand eingereicht werden müssen.
Viele Grüße
Marion Müller
(für den Vorstand)“
Pater Theo Eulner ist gestorben
Im Alter von gerade mal 60 Jahren ist nach langjähriger Erkrankung in Lebenhan/Unterfranken Pater Theo Eulner gestorben. Er war von 1972 bis 1994 Präfekt im Sankt Josef Internat und als Religionslehrer am Sankt-Josef-Gymnasium in Biesdorf tätig. Vielen Schülern war er in dieser Zeit ein liebenswürdiger und verständnisvoller Erzieher.
Das Requiem und die Beerdigung finden am Freitag, 21. Juli 2006, in Lebenhan statt.In Biesdorf wird für den Verstorbenen ein Gottesdienst am Montag, 24. Juli 2006, gehalten.
Lesen Sie hier einen Nachrufder Missionare von der Heiligen Familie zum Tode von Pater Eulner.
Was ist ein „Atzmann“?
Atzmann klingt nach Watzmann, hat aber mit diesem nichts zu tun. Das ungeklärte künstlerische Phänomen der „Atzmänner“ stand im Mittelpunkt eines Vortrages, den Anja Lempges am 14. März 2006 in der Mainzer Martinus-Bibliothek hielt.
Die Referentin, sie legte 1994 am Biesdorfer Gymnasium die Abiturprüfung ab, bearbeitet das Dissertationsthema „Der Atzmann - Form und Funktion eines mittelalterlichen Pultträgers“. Demnach ist ein Atzmann ein lebensgroßer Pultträger in Gestalt eines Diakons, der eine Pultplatte in seinen Händen hält. Name, Herkunft und Funktion dieser steinernen Gestalten sind bis heute ungeklärt. In ihrem Vortrag vertrat Anja Lempges die These, die plastische Gestalt des Atzmann entstamme der Mainzer Domliturgie, habe aber nicht als Ambo für das Evangeliar gedient, sondern sei der Ort für den Kantor gewesen. Vom Mainzer Dom aus, in dem 1239 der erste Atzmann gestanden habe, gestaltet vom Naumburger Meister, hätten sich diese Plastiken in den Klerikerstiften des gesamten Erzbistums und der angrenzenden Suffraganbistümer ausgedehnt. Heute gebe es nicht mehr viele der einst zahlreichen Zeugen, einer befinde sich im Ostchor des Naumburger Domes.
Anja Lempges stammt aus Altdorf. Sie studierte von 1994 bis 2000 an der Jesuiten-Hochschule St. Georgen Theologie und danach an der Universität Mainz Kunstgeschichte. Daneben betätigte sie sich an zahlreichen Projekten in den Bereichen Ausstellung und Reiseleitung. Seit 2002 ist sie Freie Mitarbeiterin im Diözesanmuseum Limburg.
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